• Planegg/Martinsried (24.04.2023)

    – MDG1011 wurde von neun stark vorbehandelten Patienten in drei aufsteigenden Dosisstufen allgemein gut vertragen
    – Keine Neurotoxizität oder dosisbeschränkende Toxizität beobachtet
    – Zwei von neun Patienten zeigten ein frühes Ansprechen auf die Behandlung in der 4. Woche, wobei bei einem Patienten die Krankheit bis zur 12. Woche voranschritt
    – MDG1011 TCR-T-Zellen im peripheren Blut innerhalb von vier Wochen nach der Behandlung nachweisbar, bei einer Untergruppe von Patienten auch nach zwölf Monaten

    Medigene AG(Medigene, FSE: MDG1, Prime Standard), ein Immun-Onkologie-Plattform-Unternehmen fokussiert auf die Entwicklung differenzierter T-Zell-gerichteter Krebstherapien, berichtet heute abschließende Ergebnisse der Phase-I-Dosiseskalation der First-in-Human-Studie zur HLA-A*02:01-restringierten PRAME-spezifischen TCR-T-Zelltherapie (MDG1011) bei myeloischen und lymphoiden Hochrisiko-Neoplasien (NCT03503968). Die Daten werden als ePoster (P227) auf der European Society for Blood and Marrow Transplantation (EBMT) 2023, die vom 23. bis 26. April 2023 in Paris, vorgestellt.

    Titel des Abstracts: First-in-Human Study of MDG1011, a TCR-T Cell Therapy directed against HLA-A*02:01-Restricted PRAME, for High-Risk Myeloid and Lymphoid Neoplasms (CD-TCR-001)

    Das Poster wird auf Medigenes Website veröffentlicht: medigene.de/wissenschaft/abstracts/

    MDG1011 ist eine autologe TCR-T-Zelltherapie, die spezifisch für ein Peptidfragment des Tumorantigens PRAME (PReferentially expressed Antigen in MElanoma) ist, welches auf Krebszellen durch das menschliche Leukozytenantigen HLA-A*02:01 präsentiert wird. In der offenen, erstmals beim Menschen durchgeführten Phase-I-Studie, die an neun klinischen Zentren in Deutschland durchgeführt wurde, unterzogen sich dreizehn Patienten (zehn mit akuter myeloischer Leukämie (AML), zwei mit multiplem Myelom (MM) und einer mit myelodysplastischem Syndrom (MDS) und myeloproliferativer Neoplasie (MPN)) einer Leukapherese zur Herstellung von TCR-T-Zellen. Vier Patienten erlagen ihrer Krankheit vor einer möglichen Behandlung. Somit erhielten neun Patienten mit rezidivierter oder refraktärer AML, MDS/MPN oder MM MDG1011 als einmalige intravenöse Infusion nach einer lymphozytendepletierenden Therapie. Die Patienten erhielten MDG1011 in einer von drei eskalierenden Dosisstufen (dose level; DL): 0,1 (DL1), 1,0 (DL2) oder 5,0 (DL3) Millionen TCR-transduzierte T-Zellen pro kg Körpergewicht. Die Immunüberwachung der Patienten umfasste die Quantifizierung der PRAME-Spiegel im Knochenmark (bone marrow; BM) und/oder im peripheren Blut (PB) sowie die Pharmakokinetik von MDG1011 im PB.

    Klinische und biologische Datenanalyse

    – Von 124 unerwünschten Ereignissen (adverse events; AE) waren 54 Toxizitäten > Grad III, 31 im Zusammenhang mit der Lymphodepletion und 21 im Zusammenhang mit dem Prüfpräparat. Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse wurden bei 7 von 9 Patienten unter der Therapie gemeldet, wobei zwei Patienten ein Zytokinfreisetzungssyndrom von leichtem (Grad 1) bzw. mittlerem (Grad 2) Schweregrad aufwiesen, die mit einer begleitenden IL-6-Behandlung in den Griff zu bekommen waren. Es wurden keine Neurotoxizität oder dosislimitierende Toxizitäten gemeldet.
    – Vier Patienten erlagen ihrer Krankheit, wobei kein Zusammenhang zur Behandlung mit MDG1011 bestand, und auch keiner der Patienten der DL3-Gruppe angehörte.
    – Zwei von neun Patienten zeigten ein frühes Ansprechen auf die Behandlung in Woche 4. Davon zeigte ein Patient mit AML, der mit DL1 behandelt wurde, in der zwölften Woche eine erneute Progression der Krankheit. Bei einem Patienten mit multilinearem MDS/MPN, der mit DL3 behandelt wurde, kam es während der gesamten 12-monatigen Studie zu keinem Fortschreiten der Erkrankung zu sekundärer AML.
    – MDG1011 TCR-T-Zellen waren bei 6 von 8 Patienten innerhalb der ersten vier Wochen im PB vorhanden, bei dem MDS/MPN-Patienten war der Nachweis noch nach zwölf Monaten möglich. Vier Patienten (3 AML, 1 MM) wiesen verminderte PRAME-Werte im BM auf, während ein Patient (MM) in der vierten Woche eine leicht erhöhte Expression zeigte. Der MDS/MPN-Patient wies während des gesamten 12-monatigen Beobachtungszeitraums PRAME-Spiegel unter dem Ausgangswert in PB auf.

    Die Verabreichung von MDG1011 wurde bei stark vorbehandelten Patienten, die bis zu 5 Millionen CD8-positive PRAME-spezifische TCR-T-Zellen/kg Körpergewicht erhielten, im Allgemeinen gut vertragen. Diese klinischen Beobachtungen wurden durch die Persistenz von MDG1011-Zellen im PB und die Verringerung der PRAME-Spiegel im PB und/oder BM bestätigt.

    Prof. Dolores Schendel, Wissenschaftsvorstand bei Medigene: „Wir freuen uns, die abschließenden Ergebnisse der Phase-I-Dosis-Eskalationsstudie von MDG1011 bekannt geben zu können, die das Potential von MDG1011 bei myeloischen Hochrisikoneoplasien zeigen. Wir danken allen Prüfärzten und ihren Mitarbeitern, die diese klinische Studie durchgeführt haben, und sind den Patienten und ihren Familien, die an dieser First-in Human-Studie teilgenommen haben, zu Dank verpflichtet Wie wir bereits angekündigt haben, prüfen wir trotz dieser vielversprechenden ersten Daten und im Zuge unserer Strategie, uns auf solide Tumore zu konzentrieren, derzeit die Möglichkeit, MDG1011 für die weitere klinische Entwicklung zu verpartnern.“

    — Ende der Pressemitteilung —

    Über Medigene

    Medigene AG (FWB: MDG1) ist ein immunonkologisches Plattformunternehmen, das sich auf die Entwicklung von T-Zell-Therapien zur effektiven Krebsbekämpfung spezialisiert hat. Seine end-to-end-Technologieplattform, die auf mehreren proprietären Produktentwicklungs- und Produktverbesserungstechnologien aufbaut, ermöglicht es Medigene, erstklassige differenzierte T-Zell-Rezeptor-modifizierte T-Zell- (TCR-T) Therapien für mehrere solide Tumorindikationen zu entwickeln, die sowohl hinsichtlich Sicherheit als auch Wirksamkeit optimiert sind. Diese Plattform liefert Produktkandidaten sowohl für die eigene Therapeutika-Pipeline als auch für Partnerschaften. Weitere Informationen unter www.medigene.de

    Über Medigenes End-To-End-Plattform

    Medigenes Immuntherapien tragen dazu bei, die körpereigenen Abwehrmechanismen des Patienten zu aktivieren, indem sie sich T-Zellen im Kampf gegen den Krebs zu Nutze machen. Die End-to-End-Plattform von Medigene kombiniert mehrere exklusive und proprietäre Technologien, um die besten TCR-T-Therapien ihrer Klasse zu entwickeln. Die Plattform umfasst mehrere Produktverbesserungstechnologien (z.B. PD1-41BB Switch Receptor, Precision Pairing) und Entwicklungsoptimierungstechnologien (z.B. Allogeneic-HLA (Allo-HLA) TCR Priming), um die Entwicklung von differenzierten TCR-T-Therapien zu unterstützen. Partnerschaften mit mehreren Unternehmen, darunter BioNTech, 2seventy bio und Hongsheng Sciences, dienen der weiteren Validierung der Assets und Technologien der Plattform.

    Über PRAME

    PRAME (PReferentially expressed Antigen in MElanoma) ist ein Tumorantigen aus der Familie der Krebs-Testis-Antigene, das in verschiedenen soliden Tumoren überexprimiert wird. Die Expression in gesundem Gewebe ist auf den Hoden beschränkt, der selbst ein immunprivilegiertes Gewebe ist, das normalerweise nicht von körpereigenen Immunzellen angegriffen werden kann. Dadurch eignet sich PRAME sehr gut als Zielantigen für TCR-T-Therapien.

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    (Ende)

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    Die Medigene AG ist ein börsennotiertes Biotechnologie-Unternehmen mit Hauptsitz in Martinsried bei München.

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    Medigene präsentiert abschließende Phase I-Daten der TCR-T-Zelltherapie MDG1011 bei Patienten mit Hochrisikoblutkrebs

    wurde veröffentlicht auf dieser Content Seite am April 24, 2023 in der Rubrik Presse - News
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