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Historische Festungen, Türme und alte Hafenanlagen säumen die türkischen Küsten und zeugen bis heute vom weitreichenden Handelsnetz, das Genua im Mittelalter aufbaute.
Zehn dieser Orte wurden im Juni 2026 unter dem Titel _“Handelsposten und Befestigungsanlagen auf den genuesischen Handelsrouten. Vom Mittelmeer bis zum Schwarzen Meer“_ in die UNESCO-Tentativliste des Landes aufgenommen – darunter bekannte Reiseziele wie Istanbul, Çesme, Foça und Kusadasi. Der Eintrag verbindet Kulturgeschichte mit Orten, die Besucher heute wegen ihrer historischen Sehenswürdigkeiten, ihrer Küsten und ihres mediterranen Lebensgefühls schätzen.Zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert gehörte Genua zu den führenden Handelsmächten im Mittelmeerraum. Grundlage war unter anderem der Vertrag von Nymphaeum (1261), der den Genuesen weitreichende Handelsrechte sicherte. Ihr Netz aus Häfen, Handelsstützpunkten und befestigten Siedlungen verband Mittelmeer und Ägäis über den Bosporus mit dem Schwarzen Meer.
Der neue UNESCO-Eintrag umfasst zehn Orte: den Galataturm und die Yoros-Festung in Istanbul, die Festungen von Foça, Çandarli und Çesme in der Provinz Izmir sowie die Festungen von Amasra, Akçakoca und Sinop an der Schwarzmeerküste. An der Ägäisküste zählen zudem die Güvercinada-Festung mit den Stadtmauern von Kusadasi sowie Kadikalesi/Anaia bei Kusadasi dazu.
Für Reisende beginnt die Spurensuche beispielsweise in Istanbul: Der im 14. Jahrhundert von den Genuesen errichtete Galataturm im Viertel Beyoglu ist heute Museum und bietet einen weiten 360° Panorama-Blick über die Stadt. Nördlich davon liegt die strategisch wichtige Yoros-Festung am Eingang zum Schwarzen Meer.
An der Ägäis lässt sich Geschichte mit Küstenurlaub verbinden: Foça war einst ein bedeutender Handelsplatz, heute prägen Meer und historische Altstadt den Ort. Weiter südlich lockt Çesme mit Stränden, türkisblauem Wasser, dem nahe gelegenen Alaçati und seiner historischen Festung.
Auch Kusadasi verbindet Meer und Geschichte: Auf der kleinen Insel Güvercinada sind die Reste früherer Befestigungsanlagen sichtbar. Neu im UNESCO-Eintrag ist Kadikalesi/Anaia, eine im 13. und 14. Jahrhundert in das genuesische Handelsnetz eingebundene befestigte Siedlung mit Hafen und Werft.
An der Schwarzmeerküste erinnern in Amasra Wappen in der Festung an die genuesische Zeit, Sinop war eine wichtige Station der damaligen Handelswege. Die historischen Anlagen lassen sich dort ideal mit einer Reise durch die grüne, landschaftlich abwechslungsreiche Schwarzmeerregion verbinden.
Die zehn Orte zeigen, wie eng Anatolien bereits im Mittelalter mit Europa und dem Schwarzmeerraum verbunden war – über Handelswege, auf denen nicht nur Waren, sondern auch Menschen, Wissen und kulturelle Einflüsse zirkulierten. Heute lässt sich diese Geschichte an ganz unterschiedlichen Reisezielen wiederentdecken, von der Metropole Istanbul bis zu kleinen Küstenorten an Ägäis und Schwarzem Meer.
Der Eintrag wurde am 22. Juni 2026 für die UNESCO-Tentativliste eingereicht und wird nach den Kriterien (ii) und (iv) geführt. Die Tentativliste ist Voraussetzung dafür, dass eine Stätte später für die UNESCO-Welterbeliste nominiert werden kann.
Mehr Informationen unter: UNESCO: The Genoese Maritime Network
Das Reiseland Türkiye gehört mit 22 eingetragenen Stätten zu den Ländern mit den meisten UNESCO-Welterbestätten weltweit – 20 als Kulturerbe, zwei als gemischte Kultur- und Naturstätten (Göreme Nationalpark/Kappadokien und Hierapolis-Pamukkale). Die Liste reicht von den ersten von Menschenhand geschaffenen monumentalen Bauwerke in Göbeklitepe über antike Metropolen wie Ephesos, Pergamon und Troja bis zu osmanischen Meisterwerken in Istanbul und Edirne. Mit 80 weiteren Kandidaten auf der Tentativliste führt die Republik Türkiye zudem global die Zahl der potenziellen Welterbestätten an.
Bilder zum Download: https://docs.tga.gov.tr/jvlzz7gr
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GoTürkiye c/o TravelMarketing Romberg TMR GmbH
Frau Elvira Bredenbals
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Neu auf der UNESCO Tentativliste: Auf den Spuren der Genuesen entlang der türkischen Küsten
wurde veröffentlicht auf dieser Content Seite am September 7, 2026 in der Rubrik Presse - News
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Neu auf der UNESCO Tentativliste: Auf den Spuren der Genuesen entlang der türkischen Küsten
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