• Von der englischen Küste über den argentinischen Sommer bis zum russischen Winter: Un-gewöhnliche Konzertzusammenstellung kommt beim Publikum des fünften Sinfoniekonzerts des Staatsorchesters Braunsch

    BildUnter dem Motto „Winterträume“ fand das fünfte Sinfoniekonzert des Staatsorchesters Braunschweig in der Braunschweiger Stadthalle statt. Auf dem Konzertprogramm standen Brittens „Four Sea Interludes“ aus der Oper Peter Grimes, Piazollas „Die vier Jahreszeiten“ und Tschaikowskys Sinfonie Nummer eins. Mit diesem Werk beginnt der Tschaikowsky Zyklus des Orchesters. Die musikalische Beschreibung von Jahreszeiten und Naturzuständen bildete die Klammer des Sinfoniekonzerts, das am Sonntagvormittag gut besucht war. In Benjamin Brittens (1913 bis 1976) „Für Saisons Interludes“ aus der Oper Peter Grimes zeichnet das Staatsorchester Braunschweig die Bedrohlichkeit des englischen Meeres plastisch nach und erntet dafür beim Publikum mehr als nur freundlichen Beifall. In vier Sätzen wechseln die Stimmungen dynamisch zwischen Tag und Nacht beziehungsweise Ruhe und Sturm. Ein Sonderlob gebührt der Soloharfenistin Anke Franzius für die ätherischen Klänge so gut fokussierte, dass der Zuhörer die klanglichen Möglichkeiten des Instruments auf das beste wahrnehmen konnte. Im abschließenden Sturmsatz animiert Dinic die Musiker zu energischem Spiel und bildet einen Kontrapunkt zum einleitenden verinnerlichten ersten Satz (Dämmerung). Schon im ersten Teil des Konzertes zeigen die Musiker des Staatsorchesters, dass sie ihrem neuen Chefdirigenten nach einer 3-jährigen generalmusikdirektorlosen Phase nur zu gern folgen.

    Josef Ziga reüssiert mit Piazolla
    Astor Piazollas (1921 bis 1992) Stück „Die vier Jahreszeiten von Buenos Aires“ verbinden Moderne und Barock. In Besetzung eines Kammerorchesters führt Dinic die Streicher durch Frühling, Sommer Herbst und Winter und gibt plastisch Einblick in die argentinische Seelen-sprache auf Tangobasis. Dieses Stück und der Solist Josef Ziga hatte auch ein anderes Publikum in die Stadthalle gelockt und so wurde auch zwischen den Sätzen teils heftig applaudiert. Das Arrangement des 1955 geborenen ukrainischen Komponisten Leonid Desyatnikov ließ immer wieder Anleihen an Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ aufblitzen. Im ersten Teil entlockt der Geiger seinem Instrument den notwendigen sehnsüchtigen Ton. Ziga traf den insgesamt den Piazolla-Ton und blieb auch beim Knarzen, das erklingt, wenn der Geier den Bogen ganz nah am Steg führt, nichts schuldig. Unter der Stabführung von Srba Dinic kommt es immer wieder zum förmlich kongenialen Musizieren von Orchester und Solist Josef Ziga. Eine Zugabe gibt Ziga mit einem Ausschnitt aus Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ und wird dabei von Dinic am Spinett begleitet. Donnernder Applaus belohnte Josef Ziga für eine herausragende Leistung, die sicher Fundament für weitere solistische Aufgaben beim Staatsorchester Braunschweig sein wird.

    Chefdirigent Dinic schärft das Profil des Staatsorchesters Braunschweig
    Nach der Pause spielte das Staatsorchester Braunschweig in großer Besetzung das Erstlings-werk von Peter I. Tschaikowsky und zeigte, dass ein Orchester, das sonst eher Beethoven, Mahler und Strauß verpflichtet zu sein scheint auch eine dunklere Klangfarbe erzeugen kann. Um das Profil des Staatsorchesters Braunschweig zu schärfen, setzt der neue Generalmusikdirektor Srba Dinic hier entscheidende Akzente. Das Staatsorchester Braunschweig ist der Verbindung von klassischer Komposition und russischem Lokalkolorit in allen Gruppen gewachsen und nimmt die Zuhörer auf eine Troikafahrt durch verschneite russische Winterlandschaften mit. Den Musikern gelingt die Darstellung der Bildhaftigkeit. Im vierten Satz der Sinfonie spornte Dinic seine Musiker zu einer immensen Steigerung an, die eine Klangpracht ergab, die bewegte aber nicht grob und monströs oder gar plump knallig daherkam. Bravo für Orchester und Dirigent.

    Publikumsgespräch fordert Programmmacher heraus
    Im anschließenden Publikumsgespräch, das Staatsorchesterdirektor und Solotrompeter Martin Weller einfühlsam moderierte, machten die Zuschauer deutlich, dass Stücke wie Piazollas Jahreszeiten neue Sichtweisen bieten würden, die das Publikum ähnlich wie Klassik-Jazz-Crossover in Braunschweig schätzen und von den Programmmachern der Sinfoniekonzerte des Staatsorchesters einfordern. Srba Dinic übernahm zu Beginn der Saison 2017/18 als Ge-neralmusikdirektor die Leitung des Staatsorchesters Braunschweig und folgt Alexander Joel nach, der zwischen 2007 und 2014 Chefdirigent des renommierten Klangkörpers war. Das Orchester wurde 1587 gegründet und gehört damit zu den ältesten Kulturorchestern der Welt. Dinic studierte wie Josef Ziga an der Belgrader Musikakademie. Über viele Jahre war er an der Oper Bern tätig. Neben seinen Aufgaben als Chefdirigent in Braunschweig ist Maestro Dinic insbesondere beim Palacio de Bellas Artes Orchestra in Mexiko gefragt. Der in Serbien geborene Violinist Josef Ziga ist seit 1997 stellvertretender Konzertmeister des Staatsorchesters Braunschweig. Darüber hinaus entfaltet er eine rege erfolgreiche Tätigkeit als Instrumentalpädagoge, Solist (unter anderem bei den Belgrader Musiktagen) und Kammermusiker. Ziga ist Gründer des seit 2015 bestehenden Ensembles „Josef&Friends“, das sich allen Musikgenres von Jazz bis Pop und Klassik widmet.

    Sven-David Müller
    Besuchte Vorstellung: 28. Januar 2018

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    Josef Ziga ist der Teufelsgeiger aus Braunschweig

    wurde veröffentlicht auf dieser Content Seite am Februar 28, 2018 in der Rubrik Presse - News
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