• Berlin, 12.04.2017. Zur Osterzeit steigt der Verbrauch an Eiern wieder stark an. Ob diese allerdings aus Käfighaltung stammen ist nicht immer erkennbar.

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    Deutsches Tierschutzbüro e.V.

    Warnung: Bunte Ostereier oft aus tierquälerischer Käfighaltung – Damit kein „faules Ei“ im Nest landet, fordert das Deutsche Tierschutzbüro auch hier eine Kennzeichnungspflicht

    „Auch die neusten Zahlen des Statistischen Bundesamts bestätigen es: Immer noch werden jährlich 3,4 Millionen Hühner deutschlandweit in Käfigen gehalten. Der durchschnittliche Bestand der Legehennen in der Boden¬haltung, die unter Gesichtspunkten des Tierschutzes nur geringfügig bessere Haltungsbedingungen bietet, stieg auf 25,5 Millionen Tiere. Wenn es uns als mündige Verbraucher wichtig ist, dass Eier nicht aus quälerischer Tierhaltung stammen, dann sollten wir nicht nur deren Herkunft stärker hinterfragen, sondern müssen die Bedingungen der Produktion komplett überdenken. Denn eines haben fast alle Haltungsformen gemeinsam, es befinden sich meist zu viele Hühner auf zu engem Raum und das sogar in der Biohaltung. Dies stört das natürliche Sozialgefüge der Hühner erheblich und löst Stresssituationen aus, die u.a. zu blutigen Attacken auf Artgenossen führen können. Kadaver bleiben oft tagelang unentdeckt unter der Masse an Tieren liegen“

    sagt Philipp Evenburg, Pressesprecher des Deutschen Tierschutzbüros und fügt an:

    „Obwohl Käfighaltung seit 2009 in Deutschland verboten ist, gibt es sie faktisch immer noch. Sie wird nur beschönigend „Kleingruppenhaltung“ genannt. Auch werden aus dem EU-Ausland importierte Käfigeier in der Lebensmittelindustrie verarbeitet und in Endprodukten wie Backwaren, Nudeln oder Fertiggerichten nicht als solche in der Zutatenliste ausgewiesen.
    Bunte Ostereier, die man einzeln beim Bäcker oder am Kiosk erwerben kann, müssen überhaupt nicht nach der Haltungsform von 0 (Bio) bis 3 (Käfighaltung) gekennzeichnet werden. Der Eierstempel ist übermalt und der Verbraucher wird im Dunklen gelassen. So kann eine bewusste Kaufentscheidung nicht gefällt werden und dem Erwerb von Käfigeiern wird auf diese intransparente Weise Vorschub geleistet. Daher fordert das Deutsche Tierschutzbüro eine Kennzeichnungspflicht auch für gefärbte Eier und insbesondere für bereits verarbeitete Eier. Wir raten dazu, nicht nur an Ostern auf Eier zu verzichten, um sicher zu stellen, keine Tierquälerei mit der eigenen Kaufentscheidung zu unterstützen.“

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    Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=9lyJe49m6U0
    Quelle: Deutsches Tierschutzbüro e.V.

    Weitere Informationen:
    Philipp Evenburg, Pressesprecher Deutsches Tierschutzbüro e.V., Tel.: 030 2700496 – 11
    (E-Mail: Philipp.Evenburg@tierschutzbuero.de)

    Das Deutsche Tierschutzbüro e. V. ist ein eingetragener Verein, der sich für mehr Rechte von Tieren einsetzt. Die bundesweit tätige Organisation ist als besonders förderungswürdig anerkannt und gemeinnützig.

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    Warnung: Bunte Ostereier oft aus tierquälerischer Käfighaltung – Kennzeichnungspflicht gefordert

    wurde veröffentlicht auf dieser Content Seite am April 12, 2017 in der Rubrik Presse - News
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